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Rechtsanwältin Carolin Fritz

(angestellte Rechtsanwältin)


Familienrechtlerin Carolin Fritz



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Nachehelicher Unterhalt

Prinzipiell gilt es nach der Scheidung für jeden Ehegatten, selbst für seinen Unterhalt zu sorgen.

 

In Einzelfällen kann eine Unterhaltverpflichtung jedoch über die Ehe hinaus bestehen.

 

Dies könnte der Fall sein bei:


  • Unterhalt wegen der Betreuung eines Kindes


Zumindest für den Zeitraum von mindestens drei Jahren nach der Geburt des Kindes. Der Anspruch kann sich unter Umständen unter Berücksichtigung der Gestaltung der Kinderbetreuung und der Belange des Kindes verlängern.


  • Unterhalt wegen Alters

Wenn dem Ehegatten aufgrund seines Alters eine Erwerbstätigkeit nicht mehr zugemutet werden kann.


  • Unterhalt aufgrund von Krankheit oder Gebrechen                       
Wenn eine Erwerbstätigkeit wegen Krankheiten oder aufgrund der Schwäche seiner körperlichen oder geistigen Kräfte nicht erwartet werden kann.

 


  • Unterhalt wegen Erwerbslosigkeit- und Aufstockungsunterhalt

 

Soweit Ihr Ehegatte/ Ihre Ehegattin auch nach der Scheidung keine  angemessene Erwerbstätigkeit findet. Reichen die Einkünfte zum vollen Unterhalt nicht aus, kann eventuell Aufstockungsunterhalt gefordert werden.

 

  • Unterhalt wegen Ausbildung, Fortbildung oder Umschulung

 

Dies kann vorkommen, wenn der Ehegatte/die Ehegattin während der Ehe eine Schul- oder Berufsausbildung nicht aufgenommen oder  abgebrochen hat (zum Beispiel wegen Nachwuchs) und diese nach der Scheidung sobald wie möglich aufnimmt, um zukünftig eine Erwerbstätigkeit zu erlangen und dadurch den Unterhalt zu sichern.

 

  • Unterhalt aus Billigkeitsgründen

 

Dieser - eher seltene Fall- kann eintreten, wenn dem Ehegatten/der Ehegattin eine Erwerbstätigkeit aus schwerwiegenden Gründen nicht  zugemutet werden kann und die Versagung von Unterhalt grob unbillig wäre.