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Rechtsanwältin Carolin Fritz

(angestellte Rechtsanwältin)


Familienrechtlerin Carolin Fritz


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Zugewinngemeinschaft und Zugewinnausgleich

Bei der Zugewinngemeinschaft handelt es sich um den gesetzlichen Güterstand. Das bedeutet, wenn Sie nicht in einem Ehevertrag etwas anderes vereinbart haben, befinden Sie sich ab dem Zeitpunkt der Eheschließung automatisch in einer Zugewinngemeinschaft.

 

Was ist Zugewinn?


Kurz gesagt, ist der Zugewinn der Betrag, um welchen Ihr Endvermögen (zum Zeitpunkt der Zustellung des Scheidungsantrages) Ihr Anfangsvermögen (Zeitpunkt der standesamtlichen Trauung) übersteigt.


Was zählt zu Ihrem Anfangsvermögen?


Das Vermögen, welches Sie unter Abzug Ihrer Schulden zum Zeitpunkt der Eheschließung hatten.

 

Aber: Machen Sie im Verlauf der Ehe eine Erbschaft oder erhalten Sie eine Schenkung, wird auch diese nachträglich als Anfangsvermögen betrachtet.

 

Was zählt zu Ihrem Endvermögen?


Alles das, was Sie zum Zeitpunkt des Zugangs des Scheidungsantrages als Vermögen unter Abzug Ihrer Schulden haben.


Was bedeutet das für Sie?


Sollten Sie und Ihr Ehegatte/ Ihre Ehegattin die Scheidung wollen, kann auf Antrag ein Zugewinnausgleich durchgeführt werden.

 

Derjenige der Ehegatten, welcher den höheren Zugewinn hat, muss diesen in der Folge zur Hälfte als Ausgleich an den anderen Ehegatten zahlen.

 

Was passiert, wenn Sie einen Teil des Vermögens noch schnell verschenken oder verschwinden lassen?


Dies ist definitiv eine schlechte Idee.

 

Verschenken Sie Ihr Vermögen ohne Einverständnis Ihres Ehegatten/Ihrer Ehegattin, verwenden Sie es oder nehmen Sie Handlungen vor, um den anderen zu benachteiligen, wird dies Ihnen trotzdem zu Ihrem Endvermögen zugerechnet.

 

Das heißt für Sie, dass Vermögen ist im Zweifel weg, der Zugewinn aber trotzdem noch hoch.


Was sollten Sie beachten, wenn der andere Ehegatte "sich arm rechnen will"?


Hier ist der zeitige Gang zum Rechtsanwalt empfehlenswert. Über Auskunftsansprüche (die gerichtlich durchgesetzt werden können), lässt sich ein Teil des Vermögens aufdecken. Vor allem ist aber sinnvoll, sich schon bei ersten Anzeichen einer Ehekrise über die Vermögens- und Einkommensverhältnisse des anderen Ehegatten zu informieren und Beweismittel zu sichern.



Rechtsanwältin Carolin Fritz

Familienrechtsanwältin in der Kanzlei Dr. Schmidt & Günther, Leisnig